Der Luftkurort Oberwolfach liegt im mittleren Schwarzwald zwischen Offenburg und
Freudenstadt am Unterlauf der Wolf, einem Nebenfluß der Kinzig. Die zwei Ortsteile "Kirche" und
"Walke" haben zusammen ca. 2800 Einwohner. Mit einer Fläche von ca. 51 qkm gehört Oberwolfach
zu den größten Landgemeinden in Südbaden.
Die Geschichte der Gemeinde geht zurück bis ins 13. Jahrhundert - im Jahr 1275
wurde Oberwolfach und seine Pfarrkirche erstmals urkundlich erwähnt.
Allerdings kann angenommen werden, daß die Besiedlung des unteren Wolftals
schon früher erfolgte, da bereits zu dieser Zeit eine Kirche vorhanden war. Diese Annahme wird auch dadurch
bestärkt, daß die nahe gelegene "Burg Altwolfach" bereits um das Jahr 1100 erbaut wurde.
Die Bevölkerung dieser mittelalterlichen Epoche lebte größtenteils
von der Landwirtschaft. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert kamen dann die Flösserei und der Bergbau hinzu.
Die Haupterwerbszweige heute sind das Gewerbe und das Handwerk sowie die Kleinindustrie,
doch spielt die Land- und Forstwirtschaft sowie der Bergbau weiterhin eine nicht unbedeutende Rolle.
Seit Ende der "siebziger Jahre", als der Gemeinde Oberwolfach das
Prädikat "Luftkurort" verliehen wurde, hat sich auch der Tourismus stark entwickelt.
Eine Institution mit Weltruhm ist das Mathematische Forschungsinstitut.
Es gilt in der Mathematik als das renommierteste Institut seiner Art
und bietet den Wissenschaftlern aus der ganzen Welt eine der weltweit umfangreichsten mathematischen Bibliotheken.
Die Teilnahme an einem Seminar in Oberwolfach gilt für jeden Mathematiker als eine große
Auszeichnung.
Für Mineralienfreunde ist Oberwolfach weltweit bekannt als ergiebige Fundstätte seltener
Mineralien. Im Bergbau- und Mineralienmuseum finden Sie bedeutende Mineralien und
historische Bergbauerzeugnisse aus dem Schwarzwald.
Die ausgestellten Mineralien stammen zum größten Teil aus der Oberwolfacher Grube Clara.
Das Besucherbergwerk Grube Wenzel wurde im Jahre 2001 eröffnet. Dieses Bergwerk war einst eine
der ergiebigsten Silberminen Europas. Die Blütezeit der Grube Wenzel war in der zweiten Hälfte des
18. Jahrhunderts.
Unter sachkundiger Führung wird dem Besucher die jahrhunderte alte Tradition des Bergbaus
im Kinzigtal näher gebracht. Der allgemein begehbare Bereich des Besucherbergwerks beträgt
ca. 1000 Meter.